Biografie

Philipp J. Kaven wurde 1984 in Berlin geboren. Mit sieben Jahren erhielt er seine erste musikalische Ausbildung im Fach Violine. Erste sängerische Erfahrungen sammelte er im Rundfunkkinderchor Berlin, wo man ihm als Knabensopran bereits solistische Aufgaben übertrug. Mit 15 Jahren wurde er als jüngstes Mitglied in die Berliner Singakademie aufgenommen, begann gleichzeitig seine Gesangsausbildung bei Jochen Voigt ( Berlin ) und setzte sie bei Christiane Bach-Röhr ( Berlin, Dresden, Rostock ) fort. Im Jahr 2005 nahm er sein Direktstudium an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ in Dresden bei Christiane Bach-Röhr auf und erweiterte seine Studien bei Kammersänger Prof. Olaf Bär und Prof. Britta Schwarz, bei Margret Trappe-Wiehl sowie in Meisterkursen von Ruth Ziesak, Gerold Huber, Jorma Hynninen, Ilmo Ranta, Klaus Häger, Edith Wiens, Prof. Peter Schreier und Kammersänger Franz Grundheber.

Im Rahmen der Konzerte der Berliner Singakademie übernahm er immer wieder kleinere Solopartien unter Leitung von Achim Zimmermann. So sang er im Juli 2007 die Baritonpartien in Werken von Rheinberger, Grieg und Tippet im Berliner Dom, sowie bei Konzerten der Europäischen Musikakademie in Montepulciano und Arezzo.
Seit 2006 nimmt der Bariton regelmäßig am Konzertschaffen und an Tonaufnahmen des Dresdner Kammerchores unter Leitung von Hans-Christoph Rademann teil.
In den Sommern 2007 und 2008 errang Philipp Kaven ein Stipendium der Internationalen Bachakademie Stuttgart und wurde Mitglied des Festivalensembles mit solistischen Aufgaben unter Leitung von Helmuth Rilling. Als Gast konzertierte er mit der Gächinger Kantorei im In- und Ausland, zu deren Mitgliedern er seit Februar 2009 zählt.

Während seiner Konzerttätigkeit musizierte er mit der Lautten Compagney, den Dresdner Philharmonikern, dem Festivalorchester der Internationalen Bachakademie Stuttgart, dem Bach-Kollegium Stuttgart und Berlin, dem Dresdner Barockorchester und verschiedenen kirchenmusikalischen Ensembles. Wichtige Impulse vermittelte dabei besonders die Zusammenarbeit mit Dirigenten wir Sir Roger Norrington, Raffael Frühbeck de Bourgos, Helmuth Rilling, Hans-Christoph Rademann und Achim Zimmermann.

Auch dem Liedschaffen fühlt sich Philipp Kaven eng verbunden. So debütierte er bereits 2007 erfolgreich mit dem Liederzyklus „Dichterliebe“ von Robert Schumann, am Klavier begleitet von Almut Kaven (geb. Horwath). Seitdem sind beide regelmäßig mit unterschiedlichen Lied-Programmen zu hören.

Seine darstellerischen Fähigkeiten zeigte Philipp Kaven bei verschiedenen Opernproduktionen der Musikhochschule. Unter Leitung von Prof. Eckart Klemm sang er 2008 den Alcindor in Puccinis „La Bohème“ sowie die Partie des Ottone in Monteverdis „Krönung der Poppea“ im Kleinen Haus in Dresden.

Im Jahr 2009 erweiterte er sein Repertoire auch in der Neuen Musik, mit der Präsentation von Uraufführungen des Wettbewerbes „Jugend komponiert“ an der Musikakademie Rheinsberg.
Am Karfreitag 2010 debütierte Philipp Kaven, unter der Leitung von Helmuth Rilling, als „Jesus“ in der Matthäus-Passion von Johann S. Bach im Festspielhaus Baden – Baden.
Im September sang er bei den Ilm – Festspielen in Weimar den Solopart im Messias.

Im Oktober 2010 hat Philipp Kaven sein Diplom mit sehr gutem Erfolg abgeschlossen und sein Studium in der Meisterklasse bei Matthias Henneberg aufgenommen.

Im März 2011 wurde er im Collegium Vocale Gent, unter der Leitung von Philippe Herreweghe aufgenommen.

Des Weiteren hat der Bariton im Sommer 2012 sein Meisterklassenexamen an der Hochschule „Carl-Maria-von-Weber“ absolviert.

Im November 2012 debütierte Philipp Kaven mit dem Elias bei der Bachakademie Krasnojarsk und gab seinen ersten Meisterkurs den dort Studierenden.

Im Mai 2013 wurde Philipp J. Kaven zum Preisträger beim Podium junger Gesangsolisten und erhielt mehrere große Engagements.

Er sang im August 2013 beim Antrittskonzert Hans-Christoph Rademanns, bei der Internationalen Bachakademie in Stuttgart, Händels Israel in Egypt.

Seit September 2013 ist Philipp Kaven als Honorarlehrer an der Musikschule Pirna angestellt.

Auch in diesem Jahr war er wieder zu Gast in Russland.

Im April 2014 war Philipp Kaven auf eine Südamerika-Tournee eingeladen, um die Johannes-Passion mit Helmuth Rilling zu musizieren.

Weitere Aufgaben führten ihn zu den Thüringer Bachwochen, auf eine erneute Russlandreise, in die Berliner Philharmonie und das Konzerthaus am Gendarmenmarkt.

Konzerte wie die Matthäus-Passion, das Weihnachtsoratorium, diverse Kantaten von J. S. Bach, einige Berliner Erstaufführungen, sowie andere Konzerte gehören wiederholt zu seinem Repertoire.

Im Oktober 2016 wird Philipp Kaven mit dem Konzerthausorchester und der Berliner Singakademie, unter Leitung von Achim Zimmermann, im Konzerthaus am Gendarmenmarkt Berlin mit Dvorak’s „Die Geisterraut“ zu hören sein.

Im Dezember 2016 sang er in der Dresdner Martin-Luther-Kirche das Weihnachtsprogramm mit dem Magnificat und „Vom Himmel hoch“ von F. Mendelssohn und dem Weihnachtsoratorium von C. Saint-Saens.

Seit dieser Zeit erhält er weitere Konzertengagements die ihn durch die Welt führen.

Im Juni 2017 ist Philipp Kaven, zusammen mit Almut Kaven erneut in die Liederwelt eingetaucht und gestaltete einen Themenabend zum Jubiläum Heinrich Heines im Coselpalais in Dresden. Diesen Liederabend wiederholt das Duo im Oktober 2017 nochmals im Rittersaal des Schlosses Vetschau.

Im November und Dezember 2017 wird Philipp Kaven mehrfach in Berlin u.a. in der Gedächtniskirche, Nikolaikirche Berlin-Spandau und im Konzerthaus Berlin zu hören sein. Im Programm stehen das Weihnachtsoratorium Bachs, die Marienvesper von Claudio Monteverdi, die Messe in B-Dur von Mozart, die Messe in As-Dur von Schubert und der Messias von Händel.

Im Jahr 2018/19 wird Philipp Kaven im Rahmen einer Musiktheaterproduktion vom Collegium Vocale Gent De Blnden einen Solopart übernehmen.